Autor: Jörg Hess

TZ: GENSB 2019 in England

Beim GENSB-Turnier in St Martin’s Plain in England waren die Jugendlichen des Tauziehclubs Wieden das stärkste Team und kamen auf den 1. Platz. Der letzte Sieg einer deutschen Mannschaft bei einem GENSB-Turnier lag über 10 Jahre zurück. Insgesamt gewann in den 21 Jahren GESNSB Geschichte jetzt zum vierten mal ein deutsches Team. 1998, im Gründungsjahr, gewann Philippienburg und -thal, 2002 gewann Goldscheuer in Belgien und 2008 beim ‚Heimturnier‘ in Reilingen gewann Eschbachtal.

Die genauen Ergebnisse gibt es hier.

Bild: Thomas Kaltenbach

TZ: Landesligafinale in Neuried

Beim letzten Wettkampftag der Landesliga Südbaden der Saison 2019 traten in Neuried 10 Mannschaften an. Neben den 8 Vereinsteams nutzen auch zwei Nationalmannschaften (U23 und Mix) den Wettkampf zur Vorbereitung auf die Europameisterschaften im September in Irland. Die Vorrunde war geprägt vom Duell zwischen Simonswald und Siegelau um die Tabellenführung. Im ersten Zug setzte sich Simonswald nach fast 2 Minuten hartem Kampf durch. Im zweiten Zug ging es dann mit 45 Sekunden schneller bis zum Sieg für Simonswald. Während Siegelau auch gegen Böllen und die U23 Punkte abgab, musste Simonswald nur gegen Böllen eine Punkteteilung hinnehmen. Damit war eine erste Vorentscheidung getroffen, da Siegelau den Rückstand in der Tabelle jetzt nicht mehr einholen konnte. Auch Böllen zeigte wieder einmal eine starke Leistung und landete, wenn auch knapp vor der U23 und Siegelau. Damit machten diese vier Teams die Halbfinale unter sich aus. Simonswald wiederholte den Erfolg der Vorrunde. Benötigte dieses Mal aber einen dritten Zug bis eine Entscheidung klar war. Böllen verwies das U23-Team in seine Schranken und zog mit Simonswald ins Finale ein. Wieder ging es über drei Züge, bevor Simonswald mit dem Tagessieg den Meistertitel perfekt machen konnte. Auch in der hinteren Tabellenhälfte wurde hart um die letzten Punkte der Saison gekämpft. Horben hatte verletzungsbedingt einen schlechten Tag erwischt. Der Gastgeber Neuried zog zwar im Vergleich mit den letzten Turnieren besser, aber konnte nicht genügend Punkte sammeln um an Wieden und Horben dran zubleiben. So hatte Wieden in seiner Mission noch ein paar Tabellenplätze gutzumachen sichtlich Erfolg. Vor dem Turnier noch punktgleich mit Neuried auf Platz 6 konnten sie sich von diesen etwas absetzen und sogar Horben noch ganz knapp mit einem Punkt überholen. Zum Abschluss fand die Meisterehrung und Übergabe der Medaillen durch den Vorstandssprecher des SRTV Eberhard Bartmann, den stellvertretenden Ortsvorsteher Gerhard Moser und den Vorsitzenden des Tauziehclub Neuried Klaus Deiß statt. Gerade noch rechtzeitig bevor eine Schlechtwetterfront mit starkem Regen herankam und den bis dahin herrlichen Sommertag empfindlich abkühlte. (2019-08-13, jh)

TZ: Tauziehwochenende der Tauziehfreunde Böllen in Schönau im Schwarzwald

Beim Tauziehwochenende der Tauziehfreunde Böllen gab es am Samstag wieder ein äußerst spannenden Wettkampftag der Landesliga Südbaden. Siegelau gewann wie schon in Simonswald das Turnier und rückt somit immer näher an den Tabellenführer Simonswald 2. Diese schafften es zwar auf Platz 2 gaben aber in der Vorrunde auch einen Punkt an die Heimmannschaft von Böllen ab. Im letzten Turnier in Neuried ist um Kampf um Platz 1 und 2 sowie 3 und 4 wieder Hochspannung angesagt, da beide Paarungen jeweils nur 2 Punkte in der Tabelle trennen.

Am Sonntag fand nach einem Hobbyturnier die Deutsche Meisterschaft der Frauen in der 410kg-Klasse zwar nur mit vier Mannschaften statt, aber das tat der sportlichen Leistung keinen Abbruch. Erfreulicherweise schaffte es das Team aus Eschbachtal auf den zweiten Platz.

Die Bundesliga fand in diesem Jahr zwar mit nur 6 Mannschaften und an 4 Wettkampftagen statt, aber auch hier war es spannend bis zum letzten Wettkampftag. Böllen konnte wie schon in Simonswald die Mannschaft aus Zell wieder in die Schranken weisen und den Meistertitel vor heimischer Kulisse feiern. Die bayrischen Zieher aus Zell sicherten sich mit großem Abstand Platz 2. Simonswald schaffte es zum ersten Mal seit Einführung der Bundesliga 1984 mit dem dritten Platz aufs Treppchen.

RKS: Deutsche Meisterschaften und Bundesliga der Rasenkraftsportler in Erfurt

Erfurt-Langenbrand (kv) Vergangenes Wochenende war das thüringische Erfurt ganz in der Hand der Rasenkraftsportler aus ganz Deutschland. Mitten dabei auch die Teilnehmergruppe des Südbadischen Rasenkraftsportverbandes: Sportler des TV Langenbrand und Marc Prell vom TV Haslach, der am zweiten Tag in Erfurt mit einem Sonderstartrecht für den TVL in der zweiten Bundesligamannschaft startete.

Herausragende Teilnehmer aus Sicht des TV Langenbrand waren die beiden Trainingskollegen Simon Krieg und Corsin Wörner. Simon Krieg sicherte sich in der Gewichtsklasse unter 83 kg nicht nur mit 19,30 m den Deutschen Meistertitel im Gewichtwerfen, sondern mit 2144 Punkten auch den Meistertitel im Dreikampf und mit 50,53m den ersten Platz im Hammerwerfen (der Titel Deutscher Meister im Hammerwerfen wird im Rasenkraftsport nicht vergeben sondern nur bei Leichtathletikwettkämpfen). Ebenfalls höchst erfolgreich war Corsin Wörner (Gewichtsklasse unter 98 kg), der das Hammerwerfen mit 61,47 für sich entschied und die beiden Deutschen Meistertitel im Gewichtwerfen (22,85m) und im Dreikampf (2514 Punkte) ins Murgtal holte. In der Gewichtsklasse über 98 kg startete Leon Wörner, der mit 41,38m im Hammerwerfen eine gute Grundlage legte, aber das durchschnittliche Ergebnis von 15,30m beim Gewichtwerfen und die Weite von 6,26 beim Steinstoßen, ließen nicht auf einen Podestplatz hoffen. Trotzdem ist das Dreikampfergebnis von 1779 Punkten ein gutes Saisonergebnis. In der Klasse unter 90 kg startete Kevin Weiß hochmotiviert und erreichte mit 2029 Punkten auch ein gutes Dreikampfergebnis und den verdienten dritten Platz (48,95m Hammer, 17,56m Gewicht, 6,76m Steinstoßen). Friedemann Roth, der mit Simon Krieg gemeinsam in der großen Gruppe in der Gewichtsklasse unter 83kg antrat, reichten seine guten 1803 Punkte im Dreikampf für den 6. Platz (41,64m Hammerwerfen, 14,70m Gewichtwerfen, 6,78m Stein). Seinen ersten Einsatz bei den Deutschen Meisterschaften für Männer hatte David Schalamon. In der Gewichtsklasse unter 77 kg zeigte er sich dem Druck im Wettkampf gegen z.T. 12 Jahre ältere und damit auch deutlich erfahrenere Sportler durchaus gewachsen. Er musste sich letztendlich zwar mit dem undankbaren 4. Platz zufrieden geben, das Ergebnis von 1760 Punkten (39,16m Hammer, 16,17m Gewicht, 6,04 Stein) zeigte aber, welches Potential in ihm steckt. Der einzige Teilnehmer des TV Haslach, Marc Prell konnte nach einem erfolgreichen Wettkampf die Bronzemedaille mit in den Südschwarzwald nehmen: mit 1483 Punkten wurde er Dritter (30,42m Hammer, 12,09 Gewichtwerfen, 6,30m Stein). Strahlen konnte TVL-Trainer Bernd Wörner auch über den Erfolg seiner Männermannschaft, die mit 10676 Punkten (Wörner, Wörner, Weiß, Krieg, Schalamon) den Mannschafts-Siegertitel ins Murgtal brachten.

Bundesliga Erfurt

In Erfurt wurde am Tag nach den Deutschen Meisterschaften im Rasenkraftsport auch der sogenannte „Bundesliga“-Wettkampf ausgetragen. Der TV Langenbrand war dabei bundesweit der einzige Verein, der zwei Männermannschaften an den Start schickte. Im Unterschied zu den Deutschen Meisterschaften werden bei der Bundesliga die Ergebnisse nach einem Schlüssel aus Wettkämpfer-Körpergewicht in der sogenannten Relativwertung berechnet. Fünf Männermannschaften aus ganz Deutschland stellten sich in der Bundesliga einem weiteren anstrengenden Wettkampf, aber es gelang den Murgtälern in diesem Jahr nicht, ihren Titel zu verteidigen. Die Konkurrenz hatte sich legalerweise zwei vereinsfremde Topathleten in die Mannschaft genommen, so dass die TSG Eppstein den TV Langenbrand vom Thron stoßen konnte. Die erste Männermannschaft (Corsin Wörner, Kevin Weiß, Simon Krieg und David Schalamon) holte sich trotzdem mit 98,82 Relativpunkten den verdienten Vizetitel und nach den Vereinen aus Mutterstadt und Erfurt war der TV Langenbrand mit seiner zweiten Mannschaft auf Platz 5 der Bundesliga zufrieden.

Text: Katharina Vogt (mit freundlicher Genehmigung des Badischen Tagblattes)

TZ: Bundesliga in Zell im Allgäu

Hier die Ergebnisse aus Zell vom 2. WK der Bundesliga. Böllen zeigte mit dem Turniersieg, dass sie zu gewohnter Stärke zurück fanden. Bemerkenswert bleibt der TZC Simonswald, der nach dem Sieg bei der DM600 und einem sehr guten 2. Platz in Goldscheuer beim internationalen Turnier in der M580kg-Klasse sich auch in der Bundesliga im Aufwärtstrend zeigte und den dritten Platz belegte.

TZ: Internationales Turnier in Goldscheuer

Das internationale Turnier in Goldscheuer wirft langsam seine Schatten voraus. Anläßlich des 70-jährigen Bestehens der Sportfreunde Goldscheuer treffen sich über 130 Teams aus 10 Ländern und messen in 6 Gewichtsklassen ihre Kräfte.

Programm:

Samstag 15. Juni 2019:

Männer 700kg 11:00 – 15:00 Uhr

Frauen 520kg 11:30 – 15:00 Uhr

Männer 580kg 16:00 – 20:00 Uhr

Sonntag 16. Juni 2019:

Mix 580kg 09:30 – 12:00 Uhr

U23 450kg 10:00 – 12:00 Uhr

Männer 640kg 13:00 – 17:00 Uhr

Ergebnisse unter http://www.tauziehen-goldscheuer.de/goldscheuer.pdf

TZ: DM600 in Wieden

Zum ersten mal seit Einführung der Gewichtsklasse 600kg im Jahr 1994 gewann mit Simonswald nicht ein Mitglied des ‚ewigen‘ Dreigestirns Böllen (13 Titel, zuletzt 2018), Goldscheuer (7 Titel, zuletzt 2016) und Neckarbergstraße (5Titel, zuletzt 2011). Das der Titel nach Südbaden geht war schon im Vorfeld sicher, da keine Mannschaft aus einem anderen Landesverband antrat, aber der Sieg von Simonswald war doch eine Überraschung.

RKS: Badische Meisterschaften in Langenbrand

Deutscher Rekord bei den Badischen Meisterschaften in Langenbrand

Rasenkraftsportmeisterschaften gut besucht

Langenbrand (kv) In drei Disziplinen messen sich die Sportler beim Rasenkraft: Hammerwerfen, Steinstoßen und Gewichtwerfen. Je nach Ergebnis, Alter und Gewicht des Sportlers werden die Ergebnisse in einem Punktesystem eingerechnet, die abschließende Punktezahl ergibt dann die vierte Wertung: das Dreikampfergebnis. Am vergangenen Samstag trafen sich Sportler aus dem gesamten badischen Bereich auf dem Sportplatz an der Murg, um gegeneinander anzutreten. Der TV Langenbrand gehört als Veranstalter zu einem der Traditionsvereine in der Rasenkraft und stellte selbst das größte Teilnehmerfeld, zusätzlich waren Sportler aus Worms, Mannheim, Karlsruhe und auch dem Südschwarzwald vom SV 69 Furtwangen, KSV St. Georgen und TV Haslach am Start und selbst aus dem Murgtal kamen Nachwuchstalente, denn auch die TG Ötigheim hat wieder junge Nachwuchshoffnungen in ihren Reihen, die engagiert um Punkte und Weiten kämpften. Neben vielen Einzelwertungen, die in der laufenden Saison neue persönliche Bestmarken waren, stellte Luzia Burgbacher SV69 Furtwangen einen neuen Deutschen Rekord auf. Die 61Jährige verbesserte die Rekordliste der Seniorinnen 4 im Steinstoßen mit dem 3kg schweren Wettkampfgerät auf 10,55m – nicht umsonst ist die drahtige Frau auch jedes Jahr einer der besten Teilnehmerinnen bei den Deutschen Meisterschaften ihrer Altersklasse und erfolgreiche Nachwuchstrainerin im Südschwarzwald. Aus Sicht des TV Langenbrand besonders erfolgreich auch das Abschneiden der beiden Männermannschaften. Nachdem die erste Männermannschaft (Wörner Corsin, Mungenast Timo, Krieg Simon, Roth Friedeman) des TVL als Vorjahressieger bereits die Fahrkarte zum Bundesligawettkampf in der Tasche hat, erreichte auch die zweite Männermannschaft mit 90,95 Relativpunkten (Wörner Bastin, Weiß Kevin, Schalamon David und Morlock Hannes) die Qualifikation. Damit wird der TV Langenbrand in diesem Jahr gleich mit zwei Mannschaften versuchen, den Meistertitel erneut ins Murgtal zu holen. Aus Sicht der Veranstalter war der Wettkampftag ein großer Erfolg und eine gute Vorbereitung auch für die Süddeutschen Meisterschaften, die 2020 in Langenbrand ausgetragen werden sollen. Eine große Herausforderung für den kleinen Verein ist es allerdings weniger, die große Zahl von Teilnehmern und Besuchern adäquat zu betreuen, sondern vor allem genügend qualifizierte Kampfrichter vor Ort zu haben, denn die Wettbewerbe werden gleichzeitig an drei Punkten auf dem Sportplatz in Langenbrand ausgetragen, dort werden neben dem Wettkampfbüro im Vereinsheim jeweils mindestens 4 – 5 Kampfrichter und Kampfrichterhelfer benötigt und das über die gesamte Wettkampfdauer – ein logistische Meisterleistung, die auch von Kampfrichtern und Helfern einen Rieseneinsatz abverlangen wird.

Text: Katharina Vogt

Bilder: Marc Prell